Kino im Februar 2018

05.02.2018

Meine glückliche Familie

Georgien/F/D, Regie Nana Ekvtimishvili, Simon Groß mit Ia Shugliashvili, Merab Ninidze, Berta Khapava u.a. / Std. 54 min, FSK 0

Ihren 52. Geburtstag nutzt Literaturlehrerin Manana (Ia Shugliashvili), um ihrer Familie eine überraschende, folgenreiche Ankündigung zu machen: Sie will ausziehen! Sowohl ihr Mann Soso (Merab Ninidze), mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, als auch ihre Mutter Lamara (Berta Khapava) und ihre verheiratete Tochter Nino (Tsisia Kumsishvili) sind völlig verdattert. Bislang funktionierte das Zusammenleben in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Tiflis doch gut! Als Manana wirklich ernst macht und ihre Koffer packt, bricht in der Familie das Chaos aus – als verheiratete Frau wohnt man schließlich nicht allein, das gehört sich doch nicht! Aber trotz der Ablehnung, die ihr aus ihrer Familie entgegenschlägt, trotz einer deutlichen Drohung genießt Manana ihre neue Freiheit, so gut es geht…
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12.02.2018

Welcome to Norway

NOR/S, Regie Rune Denstad Langlo mit Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta, Slimane Dazi u.a. / 1 Std. 30 min, FSK 6

Primus (Anders Baasmo Christiansen) ist ein wenig erfolgreicher Hotelier mit großen Visionen und noch größerer Abneigung gegen Fremde. Trotzdem sind die Flüchtlingsströme ein willkommenes Geschenk für ihn, denn dank ihnen kann er aus seinem pleite gegangenen Hotel im norwegischen Norden doch noch eine Menge Geld holen – er bietet es einfach als Flüchtlingsunterkunft an und kassiert so Subventionen vom Staat. Seine Frau Hanni (Henriette Steenstrup) und seine Tochter Oda (Nini Bakke Kristiansen) staunen jedenfalls nicht schlecht, als Primus seinen Plan in die Tat umsetzt und bald ganze Busladungen von fremden Menschen ankommen, obwohl es an Zimmern, Türen, Heizung und Strom mangelt. Dann gehen die Probleme los: Die Flüchtlinge verstehen sich untereinander nicht, weshalb der etwas vorlaute Abedi (Olivier Mukuta) permanent vermitteln muss, die Ausländerbehörde stellt immer neue Forderungen und droht mit Geldentzug und die Fremdenfeinde unter den Einheimischen drohen mit Gewalt. Ob Primus der chaotischen Umstände Herr wird?
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19.02.2018

Western

D/BUL/Ö, Regie Valeska Grisebach mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov u.a. / 2 Std. 01 min, FSK 12

Bulgarien nahe der griechischen Grenze: Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter kommt im Niemandsland an, um ein Kraftwerk zu bauen, für das ein Fluss umgeleitet werden muss. Die Männer um Vorarbeiter Vincent (Reinhardt Wetrek) können weder Englisch, noch Bulgarisch. Einer von den Neuankömmlingen ist Meinhard (Meinhard Neumann), der wie seine Kollegen in einer frisch errichteten Bauarbeitersiedlung wohnt. Die Arbeiten am Wasserkraftwerk dauern länger als geplant, weil der Nachschub fehlt – das Wasser reicht nicht mal, genug Beton anzurühren. Meinhard, der in den Bergen ein Pferd gefunden hat, ist ein bisschen anders als die anderen: Während die keinen Kontakt zu den Bulgaren wollen, reitet er ins Dorf, wo er Einheimische kennenlernt. Der örtliche Steinbaron Adrian (Syuleyman Alilov Letifov) und Meinhard freunden sich langsam an, obwohl sie die Sprache des anderen kaum verstehen…
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26.02.2018

Der Wein und der Wind

F, Regie Cédric Klapisch mit Pio Marmai, Ana Girardot, François Civil u.a. / 1 Std. 53 min, FSK 0

Spätsommer im Burgund: Es gilt, den Wein zu ernten – und weil sein Vater kurz vorm Tod steht, kehrt der dreißigjährige Jean (Pio Marmaï) aufs idyllische Familienweingut zurück, um seinen Geschwistern Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil) zu helfen, zu denen er jahrelang keinen Kontakt hatte. Juliette und Jérémie sorgten zwischenzeitlich für den Fortbestand des Familienbetriebes und freuen sich bei der Weinlese über jede Unterstützung, die sie bekommen können. Doch die drei Geschwister merken schnell, dass manche Wunden auch nach Jahren noch offen sind, dass manche Wunden auch nach Jahren noch wehtun. Eine harte Entscheidung steht bevor: Soll die Familientradition fortgesetzt werden – oder sollen Jean, Juliette und Jérémie jeweils ihren eigenen Weg gehen und damit eine Zäsur wagen?
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