Kinoprogramm im November und Dezember – alle Informationen


3. November 2014, 19:30 Uhr

„Fenster zum Sommer“

FI/D 2011 / Regie Hendrik Handloegten, mit Nina Hoss, Fritzi Haberlandt, Mark Waschke u.a. / 97 min, FSK 12

Gemeinsam mit ihrer neuen Liebe August (Mark Waschke) ist Juliane (Nina Hoss) auf dem Weg von Berlin in ihre alte Heimat Finnland. An einem Sommerabend schläft sie an der Schulter ihres Geliebten ein, doch wacht morgens im winterlichen Berlin auf. Juliane realisiert, dass sie ein halbes Jahr in der Zeit zurück gereist ist, in eine Phase, in der sie noch mit ihrem Ex-Freund Philipp (Lars Eidinger) zusammen ist und ihre im Frühling tödlich verunglückte Freundin Emily (Fritzi Haberlandt) noch lebt. Um ihren geliebten neuen Freund August zu treffen, will sie alles wieder so machen wie zuvor, aber gleichzeitig den Tod ihrer Freundin verhindern.
Zum Trailer

 

10. November 2014, 19:30 Uhr

„Le Weekend“

GB 2014 / Regie Roger Michell, mit Jim Broadbent, Lindsay Duncan u.a. / 93 min, FSK 0

Der Dozent Nick und seine Frau, die Lehrerin Meg, wollen nach 30 Ehejahren ihre Hochzeitsreise nach Paris wiederholen. Im nostalgischen Bestreben, die Leidenschaft in der Beziehung wiederzufinden, buchen sie zunächst dieselbe Hochzeitssuite wie damals, doch das Hotel hat seine guten Zeiten längst hinter sich. Meg überredet Nick, umzuziehen und in eine eigentlich viel zu teure Unterkunft mit Blick auf den Eiffelturm zu wechseln. Doch das hilft ihnen genauso wenig wie die Streifzüge durch Paris und die Besuche von Luxus-Restaurants, den einstigen Zauber wiederzubeleben. Zwischen ständigem Streit und unverwüstlicher Zuneigung scheint sich für die beiden Eheleute nichts zu ändern, als ihr Trip schließlich doch noch eine unerwartete Wendung bekommt: Zufällig treffen sie Nicks alten Kumpel Morgan, der inzwischen ein sehr erfolgreicher Schriftsteller ist und sie auf eine Party einlädt…
Zum Trailer

 

17. November 2014, 19:30 Uhr

„23. DokArt on Tour“

Die 23. dokumentART – European Filmfestival for Documentaries fand vom 10. – 14.10.2014 in Neubrandenburg statt. Gezeigt wurden aktuelle europäische Dokumentarfilme zwischen traditionellen und experimentellen Formaten.

Gezeigt werden von diesen Filmen nun im unserem Haus:

Two at the border
(Felicitas Sonvilla / Tuna Kaptan) GER 2013, Original mit englischen Untertiteln, 30 Minuten

Flüstern im Dunkeln, es gibt Instruktionen für die Flucht über die türkisch-griechische Grenze. Die Schleuser Alis und Naser wissen nicht ob die Flucht gelang. Sie stammen aus Syrien und Palästina und träumen selbst von einem Leben in Europa. Ihre Versuche scheiterten, eine Rückkehr in die Heimat ist unmöglich. Nun halten sie sich als Schleuser über Wasser. Die Verhandlungsgespräche mit Flüchtlingen, die drohende Festnahme – eine Freundschaft auf ungewisse Zeit.
Felicitas Sonvilla, geboren 1988 in Österreich, studierte Theater, Film und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Seit 2010 ist sie Studentin der Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Tuna Kaptan, geboren 1985 in München, hat Theater- und Medienwissenschaft sowie Romanistik an der Universität Bayreuth studiert. Er ist Dozent an der Sommeruni Bayreuth und seit 2010 Student der Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Balcony Tales
(Helle Windeløv-Lidzélius) DEN 2013, Original mit englischen Untertiteln, 36 Minuten

Jeder Balkon in Havanna hat seine eigene Seele, seine eigene Magie und seine eigeneGeschichte, die etwas über die Leute erzählt, die darauf leben.“ Ceci ist 94 Jahre alt, blind. Der Balkon ist sein Zugang zur Welt, über ihn nimmt er am Leben teil, lauscht den Gesprächen der Passanten, verfolgt das Treiben auf der Straße. Er weiß, wann es Zeit ist, das Seil mit dem Eimer herunter zu lassen, um die Einkäufe einzusammeln, die die Nachbarn besorgten. So lebendig es auf den Balkonen zugeht, so marode ist ihr Zustand. In Kubas Hauptstadt sind Balkone zugleich öffentliche und private Räume, Teil des Alltags und doch Mikrokosmen für sich.
Helle Windeløv-Lidzélius war von 2009 bis 2011 Student an der Fakultät für Ästhetik und Kultur an der Aarhus Universität (Dänemark). Von 2000 bis 2001 besuchte sie das European Film College mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Davor übte sie Tätigkeiten im Projektmanagement, Entrepreneurship und Ideenentwicklung für KaosPiloterne (ChaosPilots) sowie als Schauspielerin aus.

PLAY>MOVIE
(Christoph Faulhaber) GER       2014, Original mit englischen Untertiteln, 30 Minuten

Avatar Niko Bellic aus dem Videospiel „Grand Theft Auto“ ist das Alter Ego des Künstlers Christoph Faulhaber. Er führt durch New York und durch Faulhabers Projekte. Sein erzeugter und dokumentierter Mister Security bewacht die US-Amerikanische Botschaft im Auftrag der Öffentlichkeit. Dabei wird er selbst beobachtet, als terrorismusverdächtig eingestuft und verliert schlussendlich sein Künstlerstipendium in New York. Bild und Politik sind verschränkt, Identität und Realität werden durch Bilder konstruiert. Wir tauchen ein in das mit Musik untermalte und visuellen Effekten unterlegte Videospielabenteuer, in das Leben des zum Helden und Märtyrer stilisierten Künstlers: „Form is created through resistance.“
Christoph Faulhaber, geboren 1972, studierte an der Kunsthochschule Hamburg. Seine Arbeit provoziert Skandale: seine Auftritte werden von der Polizei beendet. Stipendien werden zurückgezogen und schließlich wird er das Ziel von FBI und Homeland Security und landet auf der Terrorliste.

Play>Movie ist der Gewinnerfilm der 23. dokumentART in der Sektion: Publikumspreis des NDR. Darüber hinaus erhielt er eine lobende Erwähnung von der Studentenjury.

Growing Home
(Trond Kvig) NOR 2013, Original mit englischen Untertiteln, 21 Minuten

Ein Tag auf der abgeschiedenen norwegischen Insel Hestmannøy, die fast unbewohnt ist. In der gigantischen Landschaft führen die wenigen Menschen ein einfaches Leben: Post austragen, Acker pflügen, stricken, Waffeln backen und Kühe melken. Die vergangenen prosperierenden Zeiten lassen sich erahnen – in der geschlossenen Grundschule steht ein Pokal „Beste Grundschule 1981“. Die modernen Zeiten schauen nur manchmal um die Ecke; zum Beispiel, wenn das Nationale Telefon Marketing anruft und Bauer Kurt fröhlich gesteht, dass er das letzte Mal vor 30 Jahren ferngesehen hat. Bis dahin verbringt er die Abende mit seiner Katze bei Kerzenschein während am Himmel das Nordlicht leuchtet.
Der gebürtige Nordnorweger Trond Kvig Andreassen ist Regisseur und studiert derzeit Dokumentarfilm an dem Lillehammer University College. Zuvor studierte er Filmtheorie an der Universität für Wissenschaft undTechnologie Norwegen in Trondheim. Er sucht sich mit Vorliebe Themen und Menschen die außerhalb der Gesellschaft stehen.

 

24. November 2014, 19:30 Uhr

„Oktober / November“

AT 2014 / Regie Götz Spielmann mit Nora von Waldstätten, Ursula Strauss, Sebastian Hülk u.a. / 1 h 54 min, FSK 12

Die Schwestern Sonja und Verena wuchsen in den österreichischen Bergen in einem von den Eltern betriebenen Hotel auf. Nach dem Tod der Mutter wird das Haus nur noch von Verena, ihrem Mann Michael, dem gemeinsamen Sohn und dem verwitweten Familienpatriarchen (Peter Simonischek) bewohnt. Sonja wiederum lebt seit mehreren Jahren in Berlin, sie hat Karriere als Fernsehschauspielerin gemacht. Doch weder Verena noch Sonja sind wirklich zufrieden mit ihrem Leben. Als ihr Vater einen Herzinfarkt erleidet und im Sterben liegt, kehrt Sonja nach langer Zeit erstmals in ihre Heimat zurück. Die beiden Schwestern müssen sich miteinander und mit sich selbst auseinandersetzen und überlegen, wie sie ihr weiteres Leben angehen wollen.
Zum Trailer

 

1. Dezember 2014, 19:30 Uhr

„Die Feuerzangenbowle“

D 1944 / Regie Helmut Weiss mit Heinz Rühmann, Erich Ponto, Hans Richter u.a. / 97 min, FSK 12

Der bekannte Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer (Heinz Rühmann) hat noch nie die Schulbank gedrückt, zumindest ist er nie auf einer öffentlichen Schule gewesen, sondern hatte immer nur Privatunterricht. Das wird bei einer Runde Feuerzangenbowle mit Freunden zum großen Thema. Und schnell kommt jemand auf die verrückte Idee, dass Pfeiffer doch zur Schule gehen könnte. Gesagt, getan. Der Bart wird abrasiert, das Monokel und der feine Anzug werden weggelegt und Pfeiffer mischt sich unter die Oberstufenschüler eines kleinstädtischen Gymnasiums, um all das nachzuholen, was er in seiner Jugend versäumt hat…
Zum Trailer

Dieser Beitrag wurde unter Archiv veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.